Inhaber

Markus Schell

Markus Schell

 

Warum das Ganze ?

Kindheitserfahrung

Mit 2,5 Jahren bin ich mit meiner Mutter einmal in der Woche in einem runden Laden einkaufen gegangen. Ich fragte mich als Kind warum nur dieser Laden rund ist. Der Rest meiner damaligen Welt war rechteckig. Ich war gerne in dem Laden und fühlte mich dort sehr wohl. Später auf der Uni erfuhr ich, von wem der Laden entworfen worden war. Es war Robert Fürholzer. Das Gebäude war das Postamt am Harras in München.

Später erzählte mir meine Mutter, dass sie als Kind mit Faszination immer das Postamt am Harras aufsuchte. Es war das erste sogenannte stumme Postamt, sprich Abfertigung ohne Personal.

Spieltrieb:

Als 11-jähriger habe ich mich tagelang damit beschäftigt, eine sogenannte Faller-Bahn von meinem Balkonzimmer im ersten Obergeschoss in Richtung eines kleinen Tannenbaumes, der sich im Blumenbeet meines Vaters befand, zu bauen. Der Sinn der ganzen Aktion bestand darin, durch das Befahren der Faller-Bahn mit einem Matchbox-Auto eine kleine Feldmaus zu erschrecken. Das Matchbox-Auto stoppte genau vor dem kleinen Tannenbaum, unter dem sich der Eingang zu der Behausung der Maus befand. Faller-Bahn ist ein System zum Erstellen einer Art Rennbahn für Matchbox-Autos. Verschiedene Systemkomponenten können beliebig angeordnet werden.

Forum Boarium:

Als 13-jähriger war ich zum ersten Mal in Rom. Meine Eltern schenkten mir einen Führer über das antike Rom. Er bestand aus einem Transparent-Papier und einem farbig gedruckten Karton. Auf dem Transparent-Papier war der vermutliche Originalzustand abgedruckt. Der farbige Karton stellte die vorhandene Situation dar. Ich musste alle antiken Plätze aufsuchen. In meinem geistigen Auge begann ich, sämtliche Ruinen zu vervollständigen. Mein Drang, antike Ruinen im Geiste zu vervollständigen endete erst mit 25 Jahren, als ich nahezu fast alle Stätten aufgesucht hatte. Seither habe ich keine mehr besucht.