Dynamische Simulation
Die meisten Gebäude werden nach GEG berechnet. Das ist Pflicht – aber es ist nicht genug.
Die GEG-Berechnung ist ein statisches Modell. Sie rechnet mit Normwerten, nicht mit realem Verhalten. Sie sagt wie ein Gebäude auf dem Papier funktioniert – nicht wie es tatsächlich verbraucht. Ein Gebäude das nach GEG gut dasteht kann im Betrieb enttäuschen. Und eines das auf den ersten Blick teurer erscheint kann über 30 Jahre deutlich günstiger sein.
Der Unterschied liegt in der Simulation.
Was dynamische Simulation leistet
Wir simulieren mit IDA ICE – einem der präzisesten Werkzeuge für thermische Gebäudesimulation. Das Modell rechnet stundengenaue Verläufe über ein ganzes Jahr: Sonneneinstrahlung, Verschattung, Speichermasse, Lüftung, Heizlast, Kühlbedarf. Nicht Normwerte – reales Verhalten.
Das Ergebnis zeigt was ein Gebäude tatsächlich verbraucht. Und es zeigt wo die Stellschrauben liegen – bevor gebaut wird.
Entscheidungen auf Basis von Zahlen
Lohnt sich eine dickere Dämmung – oder bringt mehr Speichermasse dasselbe Ergebnis zu niedrigeren Kosten? Wie groß muss die Wärmepumpe wirklich sein – wenn die Simulation zeigt dass der Spitzenlasttag nur dreimal im Jahr auftritt? Rechnet sich KfW 40 über die Förderung – oder ist ein individuell optimierter Standard ohne Förderung wirtschaftlich besser?
Das sind keine theoretischen Fragen. Das sind Entscheidungen die Baukosten und Betriebskosten über Jahrzehnte bestimmen. Wir beantworten sie mit Zahlen, nicht mit Bauchgefühl.
Kleinere Anlagen, niedrigere Investition
Ein häufiges Ergebnis der Simulation: Die Anlage die der Normnachweis verlangt ist größer als nötig. Weil Normwerte konservativ sind. Weil sie nicht wissen wie das konkrete Gebäude wirklich funktioniert.
Dynamische Simulation zeigt das tatsächliche Lastprofil – und ermöglicht kleinere, günstigere Anlagen bei gleichem oder besserem Ergebnis. Das spart Investitionskosten. Und Betriebskosten. Dauerhaft.
Variantenvergleich im Entwurf
Simulation ist kein Nachweistool – sie ist ein Entwurfswerkzeug. Wir simulieren Varianten früh, im Entwurf, bevor Entscheidungen festgeschrieben sind. Mindeststandard gegen KfW 40 gegen individuelles Optimum. Holz gegen Beton gegen Hybrid. Fenstergröße Süd gegen Verschattungstiefe.
Bauherren sehen was jede Entscheidung kostet – und was sie bringt. Über 30 Jahre, nicht nur beim Einzug.
Simulation und Gestaltung
Die Simulation verändert den Entwurf – aber sie bestimmt ihn nicht. Wenn die Proportionen stimmen, die Raumhöhen passen, das Licht richtig kommt, dann funktioniert das Gebäude. Die Simulation überprüft ob es funktioniert – und optimiert wo nötig.
Nicht: Erst Technik, dann passt sich Design an.
Sondern: Erst Entwurf, dann Technik überprüft und optimiert.