Philosophie Design
Architektur ist nicht neutral.
Ein gut entworfener Raum – mit dem richtigen Licht, den richtigen Proportionen, den richtigen Materialien – schafft Wohlbefinden. Ein kleiner Raum kann sehr groß wirken, wenn er richtig entworfen ist. Ein großer Raum kann bedrückend wirken, wenn er falsch entworfen ist. Das bestimmt der Entwurf. Nicht die Quadratmeter.
Licht ist das zentrale Element
Licht bestimmt wie ein Raum wirkt. Licht bestimmt wie sich Menschen fühlen. Licht ist Energielieferant – thermisch und elektrisch. Die richtige Fenstergröße, am richtigen Ort, mit der richtigen Verschattung: zu klein ist deprimierend, zu groß ist Energieverschwendung. Richtig ist Tageslicht das ganze Jahr, solare Gewinne im Winter, Verschattung im Sommer.
System aufbauen, dann bewusst brechen
Beim Entwurf wird zunächst ein System aufgebaut – Struktur, Statik, alles Wichtige. Dann wird dieses System an bestimmten Punkten bewusst wieder aufgebrochen. Weil Ordnung allein nicht lebendig ist. Ein Baum hat Struktur, aber jeder Ast ist anders. Ordnung und Abweichung zusammen schaffen Leben.
Das Gefühl von Einfamilienhaus
Licht von vier Seiten. Eigene Identität. Das Gefühl: das ist meins, hier bin ich zu Hause. Das versuchen wir in jedem Projekt umzusetzen – egal ob Stadthaus, Dachaufstockung oder Großprojekt. Kein Bewohner soll sich als Teil einer anonymen Masse fühlen.
Erst Entwurf, dann Technik
Die Technik – Simulation, GEG, Konstruktion – dient dazu, den Entwurf zu optimieren. Nicht umgekehrt. Wenn die Proportionen stimmen, die Raumhöhen passen, das Licht richtig kommt, dann funktioniert das Gebäude. Dann braucht es weniger Heizung, weniger Kunstlicht – und die Menschen fühlen sich wohl.