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Neubau Lohgerberhäuser in Aschaffenburg

  • Konzeption/Planung/Ausführungsplanung/Bauleitung: 2002-2005
  • BGF: 2.500 m²

Aufgabenstellung
Mitten in der Aschaffenburger Altstadt sollte ein Gebäudeensemble mit Wohnungen und Gastronomie entstehen 11 Wohneinheiten in drei Häusern unterschiedliche Wohnkonzepte, unter schiedliche Größen.

Der Ort:
Der letzte innerstädtische Bereich, der bebaut werden konnte – umgeben von Denkmälern, am lautesten Platz der Stadt gelegen.

Die Herausforderung:
Wie schafft man Wohnqualität an einem Ort voller Lärm – und macht gleichzeitig den Blick auf die Stadt zum Erlebnis?

Das Konzept:
Drei Häuser, drei Maßstäbe

  • Das kleine Haus: Junges Wohnen (Single-Wohnungen
  • Das mittlere Haus: Familienwohnen
  • Das große Haus: Gehobenes Wohnen (großzügige Wohnungen)

Jedes Haus hat seine eigene Materialität, seine eigene Farbigkeit, seine eigene Identität – aber alle drei gehören zusammen.

  • Kleines Haus: Helle, frische Farben in Bädern und Treppenhaus, kompakte Grundrisse
  • Mittleres Haus: Bambusparkett, leichte Wandtönungen, funktionale Räume
  • Großes Haus: Schwarz-Weiß, Schieferböden, Glaselemente, großzügige Schnitte

= Drei Größen, drei Standards – aber jede Wohnung fühlt sich wie ein eigenes Haus an.

Lärm als Gestaltungsaufgabe
Der verkehrsreiche Platz vor dem Gebäude ist laut – aber er bietet auch den Blick auf die Stadt.

Die Lösung:

  • Schallschutzverglasung + kontrollierte Wohnraumlüftung → man kann auf den Platz schauen und hört nichts
  • Große Verglasungen zum Platz → die Stadt wird ins Wohnzimmer geholt
  • Blickbeziehung zur Stiftskirche → von jedem Wohnzimmer aus sichtbar, wichtiger Identitätsort Aschaffenburgs
  • Schlafzimmer konsequent zum ruhigen Hof orientiert → Nachtruhe garantiert

Staffelung und Versprung
Der Entwurf nutzt die gesamte Kubatur durch Staffelung und Versprung – dadurch entstehen unterschiedliche Niveaus und Ebenen mit unterschiedlichen Funktionen.

Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss: Restaurant mit Gastronomie auf zwei Etagen

Darüber: Wohnungen mit individuellem Charakter

Das gegenüberliegende Fachwerkhaus ‚Heisser Stein' wurde als Gestaltungsmerkmal für die Frontfassade aufgenommen – Sandstein vor Betonstützen statt Holz, aber dieselbe Tektonik

Bedeutung
Das Projekt zeigt:

  • Haus-im-Haus-Prinzip in drei Größen (klein, mittel, groß – jedes Haus bleibt ein Haus)
  • Unterschiedliche Maßstäbe, unterschiedliche Zielgruppen (vom Single bis zur großzügigen Wohnung)
  • Materialität schafft Identität (jedes Haus hat seinen eigenen Charakter)
  • Wohnen + Schlafen getrennt orientiert (Stadterlebnis tagsüber, Ruhe nachts)

Der letzte innerstädtische Bereich Aschaffenburgs – bebaut mit drei Häusern, die sich wie Einfamilienhäuser anfühlen, trotz Lärm und dichtem Kontext.

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