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Der Bienenstock – Mehrgeschossige Dachaufstockung Zukunft

Das Problem
Dachaufstockungen um ein Geschoss sind technisch einfach – die bestehenden Wände tragen meist noch ein weiteres Geschoss.

Aber:
Mehrgeschossige Aufstockungen (2–4 Geschosse) scheitern fast immer an der Statik.

Warum?

  • Die bestehenden Wände sind nicht für zusätzliche Geschosse ausgelegt
  • Neue Stützen müssten durch das Gebäude geführt werden, bzw. Wände verstärkt werden → massive Eingriffe in Bestandswohnungen
  • Klassische Lösungen sind unwirtschaftlich oder nicht umsetzbar

= Potenzial ist da (tausende Flachdachgebäude in Berlin), aber klassische Statik
blockiert.

Die Lösung: Der Bienenstock

Das Konzept:
Eine Gitterstruktur aus Holz wird über das Bestandsgebäude gestülpt – wie ein Regal.

In dieses Regal werden Wohnkuben eingeschoben – wie Waben in einem Bienenstock. Die Lastabtragung erfolgt über vorgelagerte Stützen – nicht durch das Bestandsgebäude.

= Der Bestand wird nicht belastet. Die neue Struktur trägt sich selbst.

Das Prinzip: Kleine Häuser auf ein vorhandenes Haus
Wohnkuben:

  • Komplett vorgefertigt als 3D-Kuben oder vor Ort zusammengebaut aus 2D-Elementen
  • Unterschiedliche Wohnungsgrößen möglich (von Tinyhaus bis Maisonette)
  • Beliebig kombinierbar → jedes Gebäude bekommt sein eigenes Gesicht

Die Bilder zeigen eine Konzeptstudie
Es gibt unendlich viele Anwendungsmöglichkeiten – je nach vorgefundenem Projekt unterschiedlich in Höhe, Wohnungsgrößen, Fassade, Erschließung, Nutzung.

Jedes Projekt bekommt seine eigene Lösung – der Bienenstock ist ein Prinzip, keine Schablone.

Vor- und Rücksprünge:

  • Einzelne Bereiche können komplett frei bleiben → überdachte Gemeinschaftsflächen
  • Oben: Dachgärten + Begrünung
  • Wohnungen können auskragen → mehr Wohnfläche wie ein Erker, Vorsprung unten wird Balkon darüber
  • Mietergärten möglich
  • Oben: Dachgärten + Begrünung
  • Durch Vor- und Rücksprünge entsteht Gestaltung – individuelle Wohnungen trotz Raster

Erschließung:

  • Laubengangerschließung (kommunikativ, wie im Altbau)
  • oder: klassisches Treppenhaus PV-Anlage = Verschattung:
  • Photovoltaik wird so angeordnet, dass sie gleichzeitig als Sonnenschutz dient
  • = Energiegewinnung + passiver Wärmeschutz in einem

Die Vorteile

  • Statik unabhängig vom Bestand (vorgelagerte Stützen)
  • Flexibilität (Wohnungsgrößen, Grundrisse, Fassade beliebig kombinierbar)
  • Vorfertigung (kurze Bauzeit, wenig Belästigung)
  • Gemeinschaftsflächen (überdachte Freiflächen, Dachgärten)
  • Energie-Optimierung (PV + Verschattung, bessere Dämmung)
  • Wirtschaftlichkeit (mehr Wohnraum ohne neue Flächenversiegelung)
  • Individuelles Erscheinungsbild (kein Einheits-Aufstockungsriegel, sondern lebendige Struktur)

= Wohnraum schaffen, wo klassische Statik scheitert.

Das Potenzial
Berlin allein hat tausende Plattenbauten und Nachkriegsbauten mit flachen Dächern. Viele könnten 2–4 Geschosse aufnehmen – wenn die Statik gelöst wird. Der Bienenstock löst die Statik.

= Nachverdichtung ohne Flächenversiegelung. Wohnraum, wo Städte ihn
brauchen.

Im Kleinen schon umgesetzt
Das Prinzip – vorgelagerte Stützen, unabhängig vom Bestand – setzen wir gerade um.

Alte Schildower Straße (aktuell in Planung):

  • Dachaufstockung auf Einfamilienhaus
  • Nordwestliche Ecke und Dach trägt nicht → "Tisch drüberstellen"
  • Vorgelagerte Stützen lösen das StatikProblem

= Im Kleinen funktioniert es. Im Großen
(Bienenstock) wird es skaliert.

Wohin die Reise geht
In den nächsten Jahren wird das Thema kommen.

Städte brauchen Wohnraum.
Flächen sind knapp.
Dächer sind frei.
Klassische Statik macht es kompliziert und teuer.

Der Bienenstock hebt die Blockade auf
Erfahrung (Gleimstraße, Winsstraße, Alte Schildower Str.). Werkzeuge (Holzbau, Vorfertigung, ganzheitlicher Ansatz). Konzept entwickelt.

= Die Reise geht nach oben.

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